Das Schweigen der Lämmer

Angesichts der tiefgreifenden, existenzgefährdenden und zeitlich sich hinziehenden Restriktionen seitens der Regierung, hört und liest man trotz alledem, dass dieselbe Regierung einen hervorragenden Job mache und dass es alles in allem ein gutes ‚Corona-Krisenmanagement‘ gäbe.

Insgesamt fällt es schwer zu beurteilen, ob, und wenn ja, inwieweit diese Lobhudeleien der Medienvertreter durch selektive Umfragen, Kommentare und Interviews gesteuert werden. Auszuschlieβen sind solche Praktiken, allgemein als Propaganda bekannt, in einem diktatorischen System, wie wir es momentan erleben, jedoch nicht, was allein schon der Umstand zeigt, dass kritische Ärzte und Wissenschaftler faktisch nicht in eine (ohnehin nicht vorhandene, weil nicht gewünschte?) ausgeglichene Diskussion einbezogen werden, also demnach von vornherein ausgeschlossen und stattdessen diskreditiert werden.

Diese Art der unreflektierten Hofberichterstattung fällt scheinbar auch immer mehr mutigen Journalisten auf, die, wie hier nachzulesen, genau wie die Kritiker aus Medizin und Wissenschaft, bei ihren jeweiligen Kollegen jedoch kein Gehör finden und einfach ignoriert werden.

Zum Fremdschämen!

Erschreckend jedenfalls, wie das von eben diesen Medien verbreitete und orchestrierte Panik-Wirrwarr wirkt und sich in einem Zeitraum von nur einigen Wochen vorher unbescholtene und friedfertige Menschen in regelrechte Denunzianten verwandelt haben, getrieben durch eine irrationale und medial geschürte Angst, die bekanntlich kritisches Denkvermögen lähmt. Es wird spioniert, überwacht und gepetzt was das Zeug hält, Stasi-Erich hätte seine helle Freude gehabt! Um nur ein Beispiel zu nennen; am 8. April hatten sich doch tatsächlich abtrünnige Ignoranten verbotenerweise (sic) mit ihren Fahrrädern im Wald getroffen, wurden aber wenig später, nach einem heiβen Tipp eines IM (Inoffizieller Mitarbeiter) wie Schwerverbrecher von der Polizei gejagt und obendrein sogar verletzt (1).

Wie bei diesem Fall bleibt die Frage der Verhältnismäβigkeit auch bei Drohnen- und Helikopterüberwachung, Handytracking, Straβenkontrollen und Blutabnahmen unter den Augen der Polizei (2), Versammlungs-, Ausgeh- und Demonstrationsverbot inklusive exorbitanter Geldstrafen bis hin zu Gefängnis bei den jeweiligen Verstöβen.

Knüppeldick kam es in diesem Kontext bspw. gestern für die Anwältin Beate Bahner aus Heidelberg, die sich getraute, gegen die aktuellen Restriktionen aufzumüpfen und zu einer (neuerdings verbotenen) Demo aufrief (3). Quittiert wurde ihr Mut mit der Einlieferung in eine psychiatrische Anstalt (!) durch die scheinbar nicht mit Samthandschuhen ausgestattete Polizei.

So aber sieht der Alltag im April anno 2020 aus, dies natürlich und wie könnte es auch anders sein, nur zu unser aller Bestem und zum Schutz der Bevölkerung (sic).

Ohne Vergleiche anstellen, jemanden beschuldigen, geschweige denn die Nazizeit verharmlosen zu wollen, wird man zwangsläufig an die ‚Reichstagsbrandverordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat‘ von 1933 erinnert (4). Auch damals wurde demnach der „Schutz des Volkes“ postuliert, um im gleichen Atemzug eben genau diesem Volk alle Rechte abzuerkennen, es zu verfolgen und einzusperren. Was folgte, dürfte jedem bekannt sein.

Wo aber sind jetzt die vielen Warner und „Nie wieder“-Rufer? Kein Rauschen im Medien-Blätterwald, Vertreter von Menschenrechtsorganisationen sind abgetaucht, die Oppositionen in den entsprechenden Parlamenten ducken sich weg und Gerichte funktionieren, wenn überhaupt, nur noch eingeschränkt (5)! Rechtsstaat adé, dafür kollektives Hinnehmen der augenblicklichen Situation, das Schweigen der Lämmer, also der weiter zufrieden vor sich hin grasenden breiten Masse, die nur sporadisch aufschaut, um aufgrund eines behaupteten unsichtbaren Feindes selbstgeiβelnd nach einer Maskenpflicht und noch mehr Isolation zu verlangen, dies in Erwartung einer erlösenden Impfung.

Erschreckend!

Die Vermutung, dass das „Virus“ nur als Vorwand benutzt wird, um andere Interessen zu verfolgen drängt sich immer mehr auf und es kristallisiert sich heraus, dass sich die „Lösung“ schlimmer als das Problem entpuppen kann. Dessen scheint sich auch die Gesundheitsministerin bewusst zu sein, wie sie in einer Radiosendung durchblicken ließ (6).

An dieser Stelle sei deshalb noch einmal an meinen Aufruf erinnert, der sich an ALLE Leser richtet, In- oder Ausland, die Aktion des offenen Briefs an die Gesundheitsministerin, wie im Artikel „Aufruf an alle freiheitsliebenden Menschen“ beschrieben, zu unterstützen.

Je mehr Unterzeichner sich finden, desto mehr Gewicht bekommt die Aktion und kann somit nicht mehr einfach von den Medien und den Behörden ignoriert werden!

Das sind wir nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, die uns später sicher einmal, ähnlich wie nach 1945, fragen werden: „Was habt ihr damals im April 2020 getan, um gegen den wieder aufstrebenden Totalitarismus vorzugehen?“ Diesen sollte jeder als solchen erkennen und klar benennen, um nicht die gleichen Fehler zu begehen, die wir aus der Geschichte kennen!

Vielen Dank!

Mario Dichter 14.04.2020

(Bild: Shutterstock)

  1. https://police.public.lu/fr/actualites/2020/04/w15/accident-voiture-velo.html
  2. https://www.hallo-muenchen.de/muenchen/landkreis-suedost/muenchen-corona-virus-wird-erforscht-wissenschaft-braucht-freiwillige-13639573.html
  3. https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-nach-aufruf-zu-corona-demo-heidelberger-anwaeltin-in-psychiatrischer-einrichtung-update-_arid,508747.html
  4. https://de.wikisource.org/wiki/Reichstagsbrandverordnung
  5. https://www.lto.de/recht/justiz/j/corona-justiz-gerichte-notbetrieb-zugang-beschraenkungen-termine-verlegen-bundeslaender/
  6. „Riicht eraus“ vom 5. April bei Radio 100,7 (ab Min. 50) https://www.100komma7.lu/article/aktualiteit/corona-pandemie-theorie-a-praxis

3 thoughts on “Das Schweigen der Lämmer”

  1. Armand Betti sagt:

    Im Jahr 2002 als die Konstitution Wahlen waren hat Luxembourg unter Junker und Sozialistichem regim 2500 Bürger hingerichtet jede Partei wusste davon aber alle hatten ein Maulkorb an keiner wollte etwas davon wissen ich war einer davon.Dan braucht man sich keine Fragen mehr zustellen.

  2. Katja klein sagt:

    Merci fir dee gudden Artikel!
    Leider kommen ech mir fir wéi wa mer zimlech alleng do géife stoen! D’Majoritéit duckt sech a stellt keng Froen.

    Ech géif dësen Artikel gären deelen, op Facebook (soulaang ech net gespaart gin, profitéiren ech vun der Plattform) ! Mee leider fehlt e Sharebutton. Vläicht kéint dir esou eppes bäifügen, fir dass mir Lieser kënnen deelen a vläit sou puer Schäwercher wakreg kréien.

    1. Mario sagt:

      Merci fir d’Ureegung!
      Är Iddi gouf erhéiert!
      Ënnert all Artikel fënd een elo en Facebook- an en Twitter-Sharebutton, souwéi och eng Printfunktioun!
      Vill Gréiss an alles Gudds,

      Mario Dichter

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