Von der Quarantäne zur WHO – Teil 4

Die WHO unter der Lupe

Struktur der WHO        

Die WHO[1] ist eine Sonderorganisation der UNO und hat ihren Hauptsitz in Genf. Daneben gibt es 6 Regionalbüros in 6 Verwaltungsregionen: Europa, Afrika, Östliches Mittelmeer, Westlicher Pazifik, Südostasien, Amerika. An der Spitze steht ein Direktor. Der aktuelle (seit 2017) ist der aus Äthiopien stammende und wegen seiner politischen Vergangenheit nicht ganz unumstrittene Tedros Adhanom Ghebreyesus.[2] Diese Persönlichkeit trägt zumindest nicht dazu bei, der WHO einen neutralen und objektiven Anstrich zu geben.

Die Hauptentscheidungen werden jährlich in der Weltgesundheitsversammlung (WHA, World Health Assembly) genommen, wo alle Mitglieder vertreten sind.  Daneben gibt es den Exekutivrat bestehend aus 34 Gesundheitsexperten, welche für die Umsetzung der Beschlüsse und Richtlinien zuständig sind. Es gibt über 800 Institutionen in über 80 Ländern, die die Programme der WHO unterstützen mit Kooperations- und Referenzzentren. So auch in Luxemburg innerhalb des LIH (Luxembourg Institute of Health – research dedicated to life.[3]  Die WHO ist somit weltweit vernetzt. Zum Budget wird im Folgenden näher berichtet.

Finanzkrise und Interessenkonflikte bei der WHO

Im Jahre 2011 kannte die WHO eine Finanzkrise und das Budget wurde reduziert. Die Programme zur Eindämmung oder Ausrottung von bestimmten „übertragbaren Infektionskrankheiten“ sind aber weiterhin im Allgemeinen gut finanziert. [4]  Dabei muss man wissen, dass neuerdings um die 80% der Einnahmen aus freiwilligen Spenden kommen, aus zusätzlichen (neben den obligatorischen) Beitragsleistungen von Regierungen (vor allem aus den USA, Großbritannien, Norwegen), daneben von Stiftungen (wie der Bill and Melinda Gates Foundation), Multiregierungs-Organismen, dem Weltfonds[5] für den Kampf gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria, Pharmaunternehmen und der GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunization). Die WHO ist eines der Gründungsmitglieder letztgenannter Vereinigung, die seit 2000 besteht.[6] Gemeinsam mit UNICEF, der Weltbank und der Bill-and-Melinda-Gates Stiftung beteiligt sich die WHO an dieser „Globalen Allianz für Impfstoffe und Immunisierung“.

Die Spenden sind meistens an ein bestimmtes Projekt gebunden. Die WHO kann somit die Kontrolle über ihre Prioritätensetzung verlieren. Wer zahlt, bestimmt mit, auch wenn die allgemeine Politik im Vorfeld an anderer Stelle bestimmt werden sollte. Es ist ebenfalls bekannt, dass die Gates-Foundation sich sehr stark macht für Impfprogramme. Zeitweise stellten ihre Beitragsleistungen um die 10% des Budgets der WHO.

Die WHO geriet in den letzten Jahren immer mehr in das Konfliktpotential zwischen Sicherung öffentlicher Gesundheitsstandards, dem freien Handel und wirtschaftlicher Interessen.

Kritik an der WHO

Der Dokumentarfilm „trustWHO“

Es gibt kaum kritisches Material zur WHO, sei es in Buch- oder Videoform. Deshalb wurde der Film „trustWHO“ aus dem Jahr 2017 mit großer Spannung erwartet. Er vermag allerdings den Erwartungen nicht gerecht zu werden und entlarvte kaum Neues zur WHO. Die Interessenkonflikte sind bekannt und werden sogar in gängigen Mainstreammedien thematisiert.

Die Filmemacherin Lilian Franck hat Ungereimtheiten bei der WHO festgestellt hinsichtlich Schweinegrippe und Fukushima und wollte der Sache auf den Grund gehen. Der Titel des Films beruht auf einem Wortspiel: Kann man der WHO vertrauen, und: Wem kann man überhaupt noch vertrauen? So ist die Hauptaussage der Filmemacherin Lilian Franck auch nicht unbedingt eine herbe Kritik, sondern eher eine Aufforderung, wie man die WHO unterstützen könnte, damit ihr Auftrag glaubwürdiger erscheint. Hier ein Auszug aus der Synopsis:

„Die auf Gesundheitsthemen spezialisierte Filmemacherin Lilian Franck wünscht sich, dass ihre Tochter gute Bedingungen in unserer Welt vorfindet. In ihrer persönlichen Investigation enthüllt sie versteckte Einflüsse der Industrie auf die WHO. Und sie zeigt, wie Mitgliedsstaaten die WHO für ihre nationalen Wirtschaftsinteressen missbrauchen.“[7]

Interessenkonflikte

Interessenkonflikte von Mitgliedern sind nachgewiesen und bei den privaten Unterstützern steht die „Bill and Melinda Gates Foundation“, die sich, wie bereits erwähnt, stark macht für Impfprogramme, mit einigen hundert Millionen US-Dollars ganz oben auf der Liste. Dies ist auch kein Geheimnis und wird (selbst) von der WHO auch so in ihren Finanzberichten dargelegt.[8] Auch Pharmakonzerne gehören zu den „Unterstützern“. Wie soll da eine Neutralität gewährt sein?

Nehmen wir als Beispiel für Interessenkonflikte den niederländischen Veterinärmediziner und renommierten Virologen Dr. Albert Osterhaus. Er wird gerne als „Dr Flu“ (Doktor Grippe) bezeichnet. Er ist an der Erforschung zahlreicher „Viren“ und Impfstoffe beteiligt. Seit 2014 ist er Direktor des „Research Center for Emerging Infections and Zoonoses“ an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Eine Stellungnahme vom Februar 2020 zur Debatte über das sog. Coronavirus kann man hier[9] nachlesen. Zur Zeit der Schweinegrippe 2009 war er einer der Hauptberater der WHO in Sachen Grippe-Pandemie und gleichzeitig Mitglied der ESWI (European Scientific Working Group on Influenza) [10], der europäischen Gesellschaft für Grippe-Experten, die von der Pharmaindustrie unterstützt wird. Er hat stets auf die Gefahr einer Pandemie hingewiesen. Jetzt schien sich seine Prophezeiung zu verwirklichen. Aber er hat maßgeblich dazu beigetragen, die Situation manipulativ zu dramatisieren. Auch werden ihm enge Beziehungen zu Laboren nachgesagt, welche mit den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe in Verbindung gebracht wurden. Der deutsch-amerikanische Autor und Analytiker der Geopolitik William Engdahl hat dazu einen ausführlichen Bericht verfasst, mit dem Titel: „WHO ‘Swine Flu Pope’ under investigation for gross conflict of interest“.[11]

Es gibt einige kritische Beiträge zur WHO in den Mainstreammedien.[12] Auch das Magazin „Frontal 21“ des ZDF vom 21. Oktober 2014[13] stellt sich der Thematik im Kontext der damaligen „Ebolakrise“. Leider basieren der Bericht und die Kritik hier auch auf dem Zirkelschluss, dass es eine Ebolakrise aufgrund eines Ebolavirus gegeben hat, was die Existenz eines solchen voraussetzt. Nichtsdestotrotz geben die Kritiken an der WHO Aufschluss auf deren Funktionsweise. Zu Wort in diesem Bericht kommen unter anderem Wolfgang Wodarg, deutscher Mediziner, Ehrenmitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und Mitglied von „Transparency International“, so wie Thomas Gebauer von „medico international“. Wir erfahren auch, die WHO, als Sonderorganisation der UNO, stehe in alleiniger Verantwortung gegenüber dieser, und als extraterritoriale Organisation sei sie juristisch schwer zu belangen. Sie müsse sich allein gegenüber der UNO verantworten.

Hier ein Auszug aus der Kritik auf der Plattform von medico international, aus dem Jahre 2014:

“Philantrokapitalismus und Expertokratie

Die WHO ist heute mehr denn je auf private Geldgeber wie der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung angewiesen. Diese ist mittlerweile deren größter Financier und hat deshalb großen Einfluss auf die Gesundheitsprogramme der WHO. Und genau diese Entwicklung wird von zahlreichen kritischen GesundheitsexpertInnen in der Zivilgesellschaft, wie dem People’s Health Movement und medico international, als wesentliche Ursache der Schwäche der WHO benannt. Private Stiftungen sind weder einer demokratischen Kontrolle unterzogen, noch sind sie öffentlich rechenschaftspflichtig.” [14]

Zusammenfassung der Kritikpunkte

– keine Neutralität

– Interessenkonflikte

– keine unabhängige Überprüfung

– falsches Bild von Krankheit aufgrund von Infektionstheorie

– Panikmache

– Wissenschaft, die auf Konsens beruht

Täuschen wir uns nicht: Das Recht auf Gesundheit, worauf die WHO so gerne pocht, bedeutet in Wahrheit nichts anderes als „Recht auf Medikalisierung“, so Ghislaine Lanctôt in ihrem Buch „la mafia médicale“ (Die Medizinmafia).[15] Medikamente und Impfungen werden aufgezwungen unter dem Deckmantel des Rechts auf Gesundheit. Die allgemeine Impfpflicht für Kinder in Deutschland scheint auch über den Umweg der Einschreibung der „Kinderrechte“ ins Grundgesetz Einzug zu halten.[16] Wer kann denn etwas gegen Kinderrechte, insbesondere das Recht auf Gesundheit haben? Es ist eine Sache der Auslegung, wie die Rechte der Kinder wahrgenommen werden können.

Im nächsten Teil schauen wir uns Institutionen an, die mit der WHO und den „Infektionskrankheiten“ in Verbindung stehen, und werfen einen Blick in die Geschichte der Rahmenprogramme zu den Impfungen. 

Viktor R. 11.02.2020


[1] https://www.who.int/fr/about/who-we-are/structure

[2] https://www.who.int/fr/dg/biography; https://www.dw.com/de/dr-tedros-nur-im-ausland-ein-prophet/a-38974699

[3] https://www.lih.lu/page/departments/dii-inf3-clinical-and-applied-virology-1377; Näheres über Luxemburg in Teil 6

[4]https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/artikel/die-weltgesundheitsorganisation-im-wandel/, von Dr. Yves Beigbeder, Mitarbeiter der WHO, 2012

[5] https://www.theglobalfund.org/fr/

[6] https://www.gavi.org/fr/modele-de-fonctionnement/modele-de-partenariat-de-gavi/oms

[7] http://oval.media/de/projects/trustwho/

[8]  http://www.who.int/about/finances-accountability/funding/voluntary-contributions/en/

[9] https://www.tiho-hannover.de/de/aktuelles-presse/aktuelle-meldungen/aktuelle-meldungen/article/coronavirus-interview-mit-pro/

[10] http://eswi.org/home/about-eswi/members-and-associate-members/;

[11] http://www.voltairenet.org/article163315.html (frz. Übersetzung)

[12] http://www.taz.de/!5037384/ , Interessenkonflikte bei der WHO,  19.7.2014

http://www.dw.com/de/who-in-der-kritik/a-15964294, 21. Mai 2012;

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/weltgesundheitsorganisation-tedros-ghebreyesus-ist-neuer-generaldirektor-a-1148996.html, 24.5.2017; Interview mit ehemaligem WHO-Mitarbeiter Yves Charpak und Thomas Gebauer, Präsident von medico international, auf ARTE am 4. April 2017

[13] https://www.youtube.com/watch?v=rfwOmetoR4I (es besteht ein Transkript der Sendung)

[14] https://www.medico.de/die-who-in-der-ebola-krise-14913/

[15] Ghislaine Lanctôt, la mafia médicale, éd.2002, p. 37

[16] https://www.kinderrechte.de/kinderrechte/kinderrechte-ins-grundgesetz/

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