Primum non nocere

Ein Arzt vor Gericht

Es ging nie um Gesundheit. Auch ein aktueller Gerichtsprozess gegen den in Luxemburg niedergelassenen Arzt Dr. Benoît Ochs scheint dies zu bestätigen. Es ist erschreckend mit anzusehen wie, weltweit, Ärzte, welche getreu ihrer Aufgabe nachkommen, Leben zu schützen und zu retten, eingeschüchtert werden oder ihnen gar ihre Approbation entzogen wird. Dieser Prozess stellt die Spitze eines Eisbergs dar, der womöglich zu einem Skandal ausufern könnte, und bestenfalls zu einer offenen und ehrlichen Auseinandersetzung um die freie Ausübung des Arztberufes und die freie Entscheidung der Therapiemöglichkeiten führen wird.  

Kollateralschäden der Maßnahmen vorprogrammiert

In Luxemburg wurde ein Arzt angeklagt wegen angeblichen Verstößen gegen die Richtlinien des Gesundheitsministeriums während der Coronakrise. Die Affäre ist inzwischen selbst in den Staats-Medien angekommen.[1] Der Besuch der Arztpraxen oder der Patienten zuhause war laut erwähnter Richtlinien zeitweise untersagt. Nur in speziellen Einrichtungen konnten kranke Menschen mit einem Arzt in Kontakt treten und nur in ernsten Fällen, wobei die Kriterien[2]  in besagtem Protokoll des Gesundheitsministeriums vorgegeben wurden, sollte der Notarzt gerufen werden. Dr. Ochs setzte sich aufgrund seines Gewissens und seines Verantwortungsgefühls teilweise darüber hinweg und wollte seinen Patienten auch physisch zur Verfügung stehen und ihnen die nach seinem Ermessen angebrachte Zuwendung und Therapie zukommen lassen. Die Kollateralschäden dieser verordneten, nicht verhältnismäßigen und unmenschlichen Maßnahmen sind inzwischen bestens bekannt. Ebenso wie die Konsequenzen der Isolierung alter Menschen in den Pflege-und Altersheimen. Auf der Plattform „Expressis Verbis“ nimmt Dr. Ochs Stellung zu diesen Protokollen.[3] Er sieht einen gravierenden Unterschied zwischen der Medizin und der Medizinpolitik: „quand on nous met des protocoles, c’est pas nécessairement de la médecine, mais des protocoles à suivre“.

Vorgeworfen wird dem Arzt ebenfalls das Verschreiben bestimmter Medikamente, welche zumindest in Bezug auf die Behandlung von „Covid-19“, oder dem, was man dafür hält, umstritten sein sollen.

Verstoß gegen den Berufskodex?

Als weiteren Anklagepunkt wird seine kritische Haltung gegenüber der sog. „Corona-Impfung“ angeführt, vor allem was die Kinder betrifft. Dies hat er auch öffentlich auf einer Kundgebung angemahnt. Besonders das Auftreten in der Öffentlichkeit scheint dem „Collège Médical“ ein Dorn im Auge zu sein,[4] denn er habe damit die Regel der „Diskretion“ des Berufskodex (code de déontologie)verletzt.[5] Weitere Infos zum Prozess gibt uns Dr. Ochs bei Gelegenheit eines interessanten Austauschs mit Dr. Louis Fouché von Reinfo Covid.[6]

Selbstverständlich stützt man sich rein juristisch formal auf einen Paragraphen und dessen Verstoß dagegen. Dass ein Arzt etwa angeklagt würde, wenn er (entgegen des Protokolls) Leben gerettet habe, würde wohl nicht so gut bei der Bevölkerung ankommen. Es gibt andere Artikel in diesem Kodex, nach denen sich der Arzt gerichtet hat. Zum Beispiel, dass der Arzt für seine Entscheidungen und Handlungen verantwortlich ist und verpflichtet ist, jedem, der in Not ist, zu helfen.[7] In Luxemburg ist der Arztberuf eine „profession libérale“, ein selbständiger Beruf. In diesem Kontext sollte auch die freie Wahl der Therapie seitens des Patienten thematisiert werden.

Die guten Absichten des Arztes werden von seinem Anwalt, Maître Christian Bock, in einem Statement bei RTL hervorgehoben. Aber angeblich soll ein Exempel statuiert werden.[8] Die Taktik ist wohlbekannt: „bestrafe Einen, erziehe Tausende!“ Worum geht es also wirklich?

Impfungen dürfen nicht in Frage gestellt werden!

Wenngleich man also noch über die Verabreichung von (umstrittenen) Medikamenten und (zeitweise verbotenen) Kontakten zu Patienten diskutieren könnte, scheint das Thema Impfung tabu. Diese Erfahrung musste auch die kanadische Ärztin Ghislaine Lanctôt machen, als sie wegen Kritik am Medizinwesen 1995 angeklagt wurde. Sie hatte sich kritisch zu AIDS, Krebs und Impfungen geäußert. Aber nur eines dieser Themen schien von größter Brisanz. Sie schildert ihre Schlussfolgerung im Nachhinein in einem sehenswerten Video (la farce vaccinale, 2017): „on ne touche pas aux vaccins“ (Impfungen sind tabu).[9] In ihrem 1994 erschienenen Buch „la mafia médicale“ (Die Medizinmafia) hat sie die Verwerfungen des Medizinwesens ausführlich beschrieben (wichtige Hintergrundinfos zur Medizingeschichte auf diesem Blog in der Serie über die WHO[10]). Die damalige französische Gesundheitsministerin drückte es 2015 in Bezug auf Impfungen folgendermaβen aus: „la vaccination, ça ne se discute pas“ (Impfung ist kein Diskussionsthema)[11].

Es muss also viel mehr hinter den immer forcierter durchgeführten Impfkampagnen und Zwangsimpfungen stecken als nur der gute Wille, die Menschheit vor einem vermeintlich bösen Virus zu schützen. Warum wird nur die Impfung als scheinbar alleiniges Heilmittel propagiert und darf  nicht angefochten, oder zumindest kritisch hinterfragt werden?

„2016 bereits hatte die WHO ein Dokument veröffentlicht mit dem Titel „How to respond to vocal vaccine deniers in public“. Es lässt tief blicken, dass diese Institution, die ihrem Selbstverständnis nach ja nur die Gesundheit der Menschen im Blickfeld zu haben hat, sich verpflichtet sieht, solche Anleitungen gegen impfkritische Menschen zu geben. Aber dies ist Teil der weltweiten Impfstrategie, dessen Ausuferungen wir ja zurzeit erfahren dürfen. Ziel der hier angepriesenen Strategie ist es nicht so sehr, die Kritiker zu überzeugen, sondern eher die breite Öffentlichkeit gegen das Gift dieser Ungläubigen zu immunisieren.“[12]

Hippokratischer Eid oder politisches Protokoll?

Der „Collège Médical“ überwacht die Zunft der Ärzte, im Sinne der Patienten. „Der Arzt soll für den Patienten keine Gefahr darstellen“, so der Präsident und Arzt Pit Buchler bei einem RTL-Interview, ausgestrahlt am 21. Juni 2021.[13]

Ist das die Übersetzung des Spruchs „Primum non nocere“?

Eine prinzipielle Fragestellung, die in der Tat aus diesem Prozess hervorgeht ist, ob der Berufskodex über dem Eid des Hippokrates steht. Angeblich wird dies so von der Ärztekammer und dem Gericht gesehen.[14] Handeln nach Wissen und Gewissen und im Sinne der Patienten, oder gehorchen und Befehle und Anordnungen widerstandslos befolgen?

Exkurs: der Hippokratische Eid

Woher stammt der Spruch „Primum non nocere“? Er wird gerne dem griechischen Arzt Hippokrates zugeschrieben. Aber die Herkunft scheint umstritten. Der Hippokratische Eid, erste grundlegende Formulierung der ärztlichen Ethik, enthält folgende Elemente:

– das Gebot, den Kranken nicht zu schaden

– die ärztliche Schweigepflicht

– die Untersagung des Schwangerschaftsabbruchs

– die Ablehnung der aktiven Sterbehilfe

– die Einstellung, es den Chirurgen zu überlassen (damals eigener Berufsstand), chirurgische Eingriffe zu übernehmen

Der Hippokratische Eid wurde übrigens durch das „Genfer Ärztegelöbnis“ ersetzt. [15] Eine Anpassung scheint sinnvoll im Kontext der Entwicklungen auf medizinischem Niveau. Allerdings scheint es mir etwas verwässert und oberflächlich zu sein. Aber immerhin finden wir den Grundsatz wieder: 

 „Die Gesundheit und das Wohlergehen meines Patienten werden mein oberstes Anliegen sein.“

Verfolgung von Ärzten

Die Praxis, Ärzte zu verfolgen und einzuschüchtern ist nicht neu und in letzter Zeit wieder sehr aktuell. In Deutschland wurden während der Coronakrise Arztpraxen durchsucht, z.B. bei Ärzten die Atteste zur Maskenbefreiung ausstellten, oder sich kritisch zu den Maßnahmen äußerten. Der bekannte HNO-Arzt Dr. Bodo Schiffmann sah sich gezwungen, seine Praxis zu schließen und nach Tansania auszuwandern. Dem Impfaufklärer Dr. Rolf Kron wurde kurzzeitig die Approbation entzogen. Kürzlich gab es eine Hausdurchsuchung bei dem Biologen, Toxikologen und Pharmakologen Prof. Hockertz.[16] Er hatte es unter anderem gewagt, auf Ungereimtheiten bei der aktuellen „Corona-Impfung“ und deren Notzulassung hinzuweisen. Das offenbar in seinen letzten Zügen liegende System scheint sich durch seine Handlanger mit allen Kräften gegen Andersdenkende zu wehren und die Flucht nach vorne zu ergreifen. Ein erwähnenswertes Beispiel in diesem Kontext ist auch das vom (2018 verstorbenen[17]) Arzt Dr. Johann Loibner aus Österreich, dem wegen seiner jahrzehntelangen beharrlichen Impfkritik die Approbation entzogen wurde, obwohl er sich als Arzt nie etwas zuschulden hat kommen lassen.[18] Auch in Luxemburg hielt er im Juni 2014 einen entsprechenden Vortrag, dies auf Einladung von AEGIS Luxemburg.[19]

Eine Aktualisierung der „Causa Dr. Ochs“ wird wohl folgen.

Viktor R. 2.07.2021 (Bilder: Shutterstock)


[1] https://www.tageblatt.lu/headlines/arzt-wegen-corona-unter-druck

[2] Mittlere bis schwere Atemnot (dyspnée) bei 2-3 Treppenstufen, Gang von einem Zimmer zum anderen, Schwierigkeiten beim Sprechen

[3] https://www.youtube.com/watch?v=31-312pxSyo

[4] Der „Collège médical“ ist in Luxemburg die Instanz, welche die Ärzte in ihrer Ausübung „überwacht“.

[5] http://www.collegemedical.lu/Fr/deontologie/médicale_2013.asp

[6] https://www.youtube.com/watch?v=i-fhg0Letdk

[7] Article 7: L’exercice de la médecine est personnel ; chaque médecin est responsable de ses décisions et de ses actes. 

Article 11: Tout médecin qui se trouve en présence d’une personne en péril, ou qui est informé qu’une personne est en péril, doit lui porter assistance ou s’assurer qu’elle reçoit les soins nécessaires. 

[8] https://www.rtl.lu/news/national/a/1743664.html ; Déi ganz Affär gesäit den Affekot och als politesch Prozedur fir aner Dokteren ofzeschrecken, fir datt se net a Fro stellen, wat an engem Protokoll vun uewen erof diktéiert gëtt.“

[9] https://www.youtube.com/watch?v=JCbSRp_93Vo

[10] https://nues-am-wand.lu/von-der-quarantaene-zur-who-teil-5/   

[11] https://www.lemonde.fr/medecine/article/2015/06/29/les-vaccins-ca-se-discute_4664144_1650718.html

[12] https://nues-am-wand.lu/die-experten/

[13] https://www.rtl.lu/news/national/a/1742103.html

[14] „Au tribunal, iIs m’attaquent sur le code de déontologie. Pour eux, le code déontologie est plus important que le serment d’Hippocrate“ , Dr. Ochs, Reinfo Covid 2021, 23.6.21; https://www.youtube.com/watch?v=i-fhg0Letdk

[15] https://flexikon.doccheck.com/de/Hippokratischer_Eid„Der Hippokratische Eid, benannt nach dem griechischen Arzt Hippokrates von Kos, gilt als erste grundlegende Formulierung der ärztlichen Ethik. Der Eid des Hippokrates wurde durch das Genfer Ärztegelöbnis abgelöst und wird in seiner klassischen Form heute nicht mehr von Ärzten geleistet und hat somit keine Rechtswirkung.“

[16] https://corona-blog.net/2021/06/18/durchsuchung-und-beschlagnahmung-bei-prof-dr-hockertz/

[17] https://aegis.lu/2018/08/in-memoriam-dr-johann-loibner/

[18]  https://www.impfkritik.de/pressespiegel/2015041202.html ; https://impfen-nein-danke.de/verfolgung-loibner/

[19] https://aegis.lu/wp/wp-content/uploads/2014/10/Dr-LoibnerMamer-2014.mp3

5 thoughts on “Primum non nocere”

  1. Tom Müller sagt:

    Et geet bei deser Plandemie genau esou wéineg em een Virus wéi et bei deem ganzen LGBT-Wahn em Toleranz a bei deem x-te Commémoratiouns Dag em Menscherechter geet… 99% Prozent vun de Mainstream Aktiounen si géingt Bierger geriicht mat deem eenzegen Zil si als séilen- a geschlechtslose Roboter ouni Verbindung zu senger Heemecht a Kultur an d’nei Weltuerdnung ze féieren

    1. Claude sagt:

      Op de Punkt Tom. Méi ass et net, och no 1 Joer Zweifel, Recherchen an d’Aen opmachen fir ze kucken eppes doranner probéieren ze begräifen. Et ass eng menschefeindléch Politik gin vun de Mächtegen a Räichen fir déi mir komplett onwichteg a wertlos sin wann et ëm hier “Pläng“ an Agendas geht. D’Fusion vum WEF mat der UN, d’Fusioun vum Vatikan mat der Rothschildbank an de leschte Joeren huet gewisen wou et soll hingoen. Dann wier nach do de Green Deal an de neien Migratiounspakt vun der EU fir oofzeronnen. “Build back better“ hun ech schon vun villen héieren, an dat ass alles déi selwecht Agenda. Ech fillen mech wéi am Prisong de Moment. All eist Liewen ass op der Kopp an ech kréien es schon genuch wann ech un Hierscht a Wanter denken wou se neess alles aus dem Hut zauberen an d’Spill geht erëm bei Null un.
      PS: Dänemark huet 9 Deeg hiert Parlament belagert mat Dëppen an Paanen, an se sin net méi heemgangen. Fazit: d’Parlament huet dat neit pseudomedezinëscht Versklavungsgesetz net duerchkritt an do huet d’Vollek gewonnen. Steht a kenger Zeitung, awer op Telegram fëns du et…

      1. Tom Müller sagt:

        @Claude
        Den Tempo an och d’Éierlechkeet mat deem déi üblech Verdächteg hir nei Weltuerdnung virundreiwe seet jo amfong alles iwwert den Zoustand vun der Menschheet aus. Si probéiere jo mol guer net méi de Bierger eppes virzeléien mee si soen hinnen et riicht eraus wat Zil ass respektiv widderschwätzen sech bei hire Pseudo-Moossname konstant selwer esou dass déi meecht Leit hirt Denke komplett agestallt hunn, vun naicht méi a besonneg net vun der Wourrecht eppes héiere wellen a wéi d’Lemmingen op d’Schluechtbänk respektiv Impfzentrum zoulafen….

  2. Chantal sagt:

    E grousse MERCI fir desen Artikel!! Ech hoffen dass de ganze Collège Médical dest ze liesen kritt iwert de Weekend!!

    Genau dat: ES GING NIE UM GESUNDHEIT!!!!!!

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