Abtreibung: Eine „Fackel der Freiheit“?

Ein etwas anderer Blick auf ein emotionales und aktuelles Thema

Vor knapp 100 Jahren inszenierte Edward Bernays, Vater der Propaganda, einen genialen Coup: Er lieβ Frauenrechtlerinnen während einer Feier in New York etwas bis dahin für Frauen absolut Verpöntes und gar Verbotenes tun: Zigaretten rauchen! Er schickte Fotografen an den Ort des Geschehens und am nächsten Tag stand in den Zeitungen zu lesen, dass nur „freie“, also sich der Herrschaft der Männer widersetzende Frauen rauchen würden.

Über Nacht verdoppelte sich nicht nur der Umsatz der Tabakindustrie (was erklärtes Ziel war), sondern Frauen fühlten sich ab dann auch in ihrem Streben nach „Freiheit“ bestärkt, sobald sie nur das entsprechende Utensil, die „Fackeln der Freiheit“ (Torches of freedom), also einen Glimmstängel, in der Hand hielten und waren somit einer riesigen PR-Aktion aufgesessen, die, Tragik der Geschichte, letzten Endes von einem Mann inszeniert wurde.

Ideologie und Profite

Die „Fackel der Freiheit“ wurde im übertragenen Sinne über einige mit Sicherheit notwendige Stationen weitergereicht, bis sie im Zuge der sexuellen Revolution der späten 1960er Jahre beim „Recht auf Abtreibung“ landete. Alsbald unterstützt von Institutionen wie bspw. dem „Planning Familial“ und „Pro Familia“ (sic!), Ableger des groβen US-Bruders „Planned Parenthood“ (teilfinanziert von der Bill&Melinda Gates Foundation1 und mit Eugenikvorwürfen konfrontiert2), begann natürlich auch Big Pharma, sowie deren Handlanger und Nutznieβer (wie z.B. eben ein Bill Gates) sich für die sich neu auftuenden Möglichkeiten zu interessieren.

Nicht nur werden seither Impfstoffe auf Basis abgetriebener Föten hergestellt, sondern auch die Abtreibung an sich bietet und fordert ein weites Feld an ärztlicher „Kunst“ und „Betreuung“, angefangen bei einer vorausgehenden „Beratung“, über den Eingriff an sich, hin zu den nicht unerheblichen physischen und psychischen Schäden, die ein „Schwangerschaftsabbruch“ naturgemäβ mit sich bringt und somit eine entsprechende Behandlung erfordert3.

Falsche Freiheit

Ähnlich des eingangs erwähnten PR-Coups wurde und wird auch hier den Frauen von allen möglichen Seiten (NGO‘s, Politik, Industrie, Wirtschaft usw.) suggeriert, dass „Freiheit“ nur bedeuten kann, sich beruflich zu verwirklichen, Karriere zu machen und damit Kind und Kegel, wenn überhaupt, zumindest an zweite Stelle zu setzen. Die üblich verdächtigen Konzerne gehen sogar inzwischen so weit, dass sie für ihre Mitarbeiterinnen „die Reise zur Abtreibungsklinik bezahlen“4.

„My body, my choice“ ist völlig zu Recht der Inbegriff der Freiheit, wurde und wird z.B. in Anbetracht einer immer noch drohenden „Corona“-Impfpflicht aber ohne mit der Wimper zu zucken weiterhin mit Füβen getreten und ist in Bezug auf eine Abtreibung wohl nicht mehr, als ein weiterer, gerne unüberlegt transportierter PR-Slogan oben genannter Ideologen und Global Player zum Erreichen derer Interessen, da in der Konsequenz nicht der Körper der (werdenden) Mutter, sondern der des heranwachsenden Kindes auf Immer zerstört wird.

Sollte es deshalb statt einem vermessenen „My body, my choice“ nicht lieber „All lives matter“ heiβen?

Mario Dichter, 30.06.2022 (Bilder: Shutterstock)

  1. https://www.gatesfoundation.org/ideas/media-center/press-releases/1999/10/international-planned-parenthood-federation991013
  2. https://de.catholicnewsagency.com/story/planned-parenthood-gibt-rassistisches-vermachtnis-der-grunderin-zu-6636
  3. https://www.abtreiben.at/pwPosts/studienergebnisse-zu-psychischen-folgen-einer-abtreibung-48
  4. https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/amazon-tesla-levi-strauss-wenn-der-arbeitgeber-die-reise-zur-klinik-bezahlt-a-be28b0a4-b41e-4eb0-be18-c57f778b2fd0

One thought on “Abtreibung: Eine „Fackel der Freiheit“?”

  1. Isabelle Schmit-Mines sagt:

    Ganz schéinen Artikel. Et ass wierklech eng Fro, firwat den Avortement ewell à la une ass. Wéi wäit si mer gefall, dass suguer d’Mënschen net méi beréiert sinn, wann se dat Wonner vum Liewen gesinn. “A qui profite le crime?” – dat ass d’Fro!

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