Vom Urzeittier zum Klimakleber

Alarmismus à la Club of Rome

Nicht nur ist das Groβherzogtum Europameister der impliziten Staatsschuld (so viel zum Thema „reichstes Land der Welt“)1, sondern hatte vor Kurzem auch seinen ganz eigenen „Overshoot-Day“, an den im Rahmen eines Interviews eines „Club of Rome“ (CoR)-Urgesteins vor einigen Wochen im Staatsfernsehen erinnert wurde2. Demnach seien (theoretisch) sämtliche Ressourcen für dieses Jahr bereits aufgebraucht und folglich lebte Luxemburg für den Rest des Jahres (auch) diesbezüglich auf Pump.

Besagter „Clubber“, seines Zeichens Professor für ‚Klima-Strategie‘3 und Co-Autor des ersten CoR-Berichts „Grenzen des Wachstums“, in welchem 1972 das Ende der sprudelnden Erdölquellen für Anfang des neuen Jahrtausends „vorhergesagt“ wurde, sieht nur einen Weg aus der sog., nicht genauer definierten Klimakrise; Ausstieg aus den „fossilen“ Energieträgern, womit lustigerweise v.a. genau jener Energieträger gemeint ist, den es laut deren eigenen Angaben eigentlich gar nicht mehr geben dürfte.

„Fossile“ Energieträger dank Jurassic World?

Die CoR-Erzählung von versiegenden Erdölquellen und die bereits in den 1950er Jahren postulierte „Peak Oil“-Theorie des Geologen M. King Hubbert scheinen ob der immer gröβeren Fördermenge4 der sprichwörtliche Griff ins Klo zu sein, währenddem weiterhin hartnäckig die abiotische Entstehungstheorie als bestenfalls abstrus hingestellt wird, zumal deren „Anhänger“ (sic) vor allem aus Russland (bzw. der Sowjetunion) kamen und kommen5. Dass es alternativ zur biogenen Theorie (Entstehung v.a. durch Plankton der sog. Urzeit, somit „fossil“ und der „Jurassic World“ entsprungen) durchaus plausible Erklärungen zur Erdölentstehung gibt6,7, ist dem Narrativ der Endlichkeit von Erdöl natürlich nicht dienlich, zumal sich mit dem Kampf um knappe Güter hervorragend Kriege führen und gutes Geld verdienen lassen. Zudem wäre mit der (wissenschaftlich nachgewiesenen) abiotischen Entstehungs-„Theorie“ dem Erdöl das Prädikat „fossil“ entzogen und müsste ob dessen Regenerationsfähigkeit dann wohl oder übel als „nachhaltig“ eingestuft werden, was einem Super-GAU für „grüne“ Ideologien à la Windrad oder Elektromobilität gleichkäme.

Pioniere der Klimahysterie

Aber zurück zum „Club of Rome“8, gegründet Ende der 1960er Jahre, während der Hippie-Hoch-Zeit u.a. von einem gewissen David Rockefeller, Enkel John D. Rockefellers, „selbstloser“ Stifter des Grundstücks in New York, auf dem, wie wir wissen9, das UNO-Hauptquartier errichtet wurde, aus welcher später bekanntlich dann der IPCC10 als politischer und propagandistischer Arm zur Untermauerung der anthropogenen Klimawandel-Theorie zu wachsen begann. Auch wenn das alles sicher nur „Zufall“ ist, so ist doch neben Klima-Sirenen wie Mojib Latif, Hans-Joachim Schellnhuber (emeritierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung) oder auch Eckhart von Hirschhausen (Gründer der Stiftung „Gesunde Erde“) die CoR-Mitgliedschaft von Frithjof Finkbeiner, Vater des „Plant for the Planet“-Gründers Felix Finkbeiner, zumindest erwähnenswert11,12. Finkbeiner sen. unterstützte seinerzeit das UN-Umweltprogramm „UNEP“, was über Umwege zu Finkbeiner jun. „Plant for the Planet“-Initiative führte, die sich mit dem Pflanzen von Bäumen dem „Kampf gegen den Klimawandel“ widmet.

Bäume gegen den „Klimawandel“?

Bäume pflanzen ist sicher eine lobenswerte Aufgabe, doch trägt sie zur Reduktion des als Klimakiller verschrienen CO2 logischerweise wenig bis gar nichts bei. Zum einen geben nämlich Bäume nachts einen Groβteil des tagsüber aufgenommenen CO2 wieder ab und zum anderen geben sie nach ihrem Ableben gar das gesamte gespeicherte CO2 wieder an die Atmosphäre zurück13.

Trotzdem lieβen sich zur Imagepflege neben so manchen politisch korrekten Zeitgenossen und Unternehmen auch sog. NGO’s vor den „Wir pflanzen dann mal Bäume“-Karren spannen, wie z.B. Fridays For Future (FFF), deren Spendengelder „treuhänderisch“ von „Plant for the Planet“ verwaltet wurden. Da diese Gelder nicht schnell genug an die „Aktivisten“ ausgezahlt wurden (hört, hört), hat sich daraufhin FFF in bester Distanzeritis-Manier von letzteren verabschiedet14.

Fazit:

Follow the money und man merkt schnell, dass wenn „gutes Klima“ auf Erden herrschen sollte, statt CO2 der Atmosphäre wohl eher das Geld dubiosen Organisationen zu entziehen wäre, wie aktuell z.B. auch den Klimaklebern von „Die letzte Generation“15, die sich, wie deren „Dachorganisationen“ IPCC, WMO usw., vor allem von sog. Steuergeld nährt.

Mario Dichter, 18.03.2023 (Bild: Shutterstock)

  1. https://www.focus.de/finanzen/boerse/verdeckte-verbindlichkeiten-luxemburg-ist-der-wahre-schuldenkoenig-europas_id_10254123.html
  2. https://www.rtl.lu/news/international/a/2033115.html
  3. https://newsociety.com/pages/author-jorgen-randers?sitedomain=row&_ga=2.86891352.1318563117.1677746014-2043048351.1677746013
  4. https://energiestatistik.enerdata.net/rohoel/welt-produktion-statistik.html
  5. https://www.chemie.de/lexikon/Erd%C3%B6l.html
  6. https://www.tagesspiegel.de/gesundheit/aus-den-tiefen-der-erde-1165042.html
  7. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0264817210001224
  8. https://www.clubofrome.org/
  9. https://nues-am-wand.lu/der-wolf-im-schafspelz/
  10. https://www.ipcc.ch/
  11. https://clubofrome.de/mitglieder/
  12. https://www.clubofrome.org/members/
  13. https://www.wsl-junior.ch/de/wald/so-funktionieren-baeume/nehmen-baeume-staendig-mehr-co2-aus-der-luft-auf-als-sie-co2-abgeben.html
  14. https://www.zeit.de/2021/19/plant-for-the-planet-spendengelder-zweifel-glaubwuerdigkeit-schueler-initiative/seite-2
  15. https://www.merkur.de/deutschland/verein-letzte-generation-finazierung-klima-kleber-steuergeld-spenden-92129438.html

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